Zur Person

Jahrgang 1953, besuchte Werner J. Patzelt zwischen 1963 und 1972 das humanistische Gymnasium Leopoldinum in Passau. Danach leistete er zwei Jahre Dienst bei der Bundeswehr; später wurde er bis zum Major der Reserve befördert.

Ab 1974 studierte Patzelt Politikwissenschaft, Soziologie und Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Universität Straßburg sowie an der University of Michigan und erlangte 1980 den akademischen Grad eines Magister Artium (M.A.) an der LMU München. Danach arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Passau, wo er 1984 bei Heinrich Oberreuter mit einer Arbeit über „Grundlagen der Ethnomethodologie“ zum Dr. phil. promoviert wurde. Nach einer sechsjährigen Beschäftigung als wissenschaftlicher Assistent habilitierte sich Patzelt 1990 mit einer Schrift über „Abgeordnete und Repräsentation“ an der Universität Passau.

In der Folgezeit lehrte er als Gastprofessor an der Universität Salzburg (1990) und an der Technischen Universität Dresden (1991), ehe er 1992 zum Gründungsprofessor des Instituts für Politikwissenschaft an der TU Dresden berufen wurde. Anschließend übernahm er dort nach ordentlichem Berufungsverfahren den Lehrstuhl für Politische Systeme und Systemvergleich. Einen späteren Ruf nach Münster lehnte er ab. Seither wirkte er auch als Gastprofessor an Universitäten in Paris, Stellenbosch, Ankara und Moskau. Zwei Wahlperioden lang war er Mitglied des Executive Committee der International Political Science Association.

Seit 1994 Mitglied der CDU, pflegt er neben seiner wissenschaftlichen Arbeit den Austausch mit Vertretern des gesamten politischen Spektrums – von der PDS/Linkspartei bis hin zur AfD. Ferner betätigt er sich als Kommentator und Analytiker aktuellen politischen Geschehens in Presse, Hörfunk und Fernsehen.

Er ist Mitbegründer und musikalischer Leiter der Angather Chor- und Instrumentalwoche (1978-2002), der Schmochtitzer Chor- und Instrumentalwoche (2003- ) sowie der seit 1997 stattfindenden „Dresdner Chorwochenenden“. Zudem spielt er Cello.

2013 wurde er zum Vorsitzenden des Förderforums der Staatsoperette Dresden gewählt. Außerdem ist er u.a. Mitglied des Kuratoriums der „Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung“, der „Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien“, der Redaktion der der „Zeitschrift für Parlamentsfragen“ sowie Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des „Deutschen Instituts für Sachunmittelbare Demokratie“.