Richtiger Umgang mit besorgten Bürgern

Ein großes Kompliment ist dem Sächsischen Ministerpräsidenten für seinen Auftritt am Samstag im Dresdner Großen Garten zu machen (siehe den untenstehenden Link). Michael Kretschmer, als Mitbürger auf dem Fahrrad und im Polohemd ankommend, stellte sich den Fragen und der Kritik derer, die mit ihm sprechen oder immerhin auf ihn einreden wollten. Er verhielt sich geduldig, antwortete sachlich, zeigte Verständnis für Sorgen, redete aber niemandem nach dem Mund.

So geht Bürgernähe, und so sieht ein richtiger Umgang mit besorgten Bürgern aus. Das ist auch das einzige Mittel, sie nicht erst zu empörten Bürgern und dann zu Wutbürgern werden zu lassen. Wie viel Polarisierung und inzwischen entstandene Feindschaft hätte sich vermeiden oder wenigstens mindern lassen, wenn führende Politiker schon im Spätherbst 2014 mit Dresdens PEGIDA-Demonstranten so umgegangen wären!

Immerhin kann nun niemand mehr sagen, aus der Geschichte würde man nur lernen, dass niemand aus ihr etwas lernt. Sachsens jetziger Ministerpräsident hat aus dem damals Schiefgelaufenen gelernt – und das ist gut so. Gehen wir überhaupt allesamt mit den „Corona-Protesten“ jetzt klüger um als damals mit den Anfängen von PEGIDA!