Irrweg und Umkehr

Hier ist ein Vorgang, der zeigt, auf welche weiteren Irrwege so manche Verleumdung führen kann:

1. Mein Facebook-Beitrag vom 2. April 2017

Vielleicht ist ja der nachstehende Screenshot aus dem letzten Thread zur – sagen wir mal – „thermischen Verwertung“ meines Wagens von allgemeinerem Interesse.

Ich werde mich jedenfalls morgen bei der Polizei erkundigen, ob der Kommentar von „Gisela Björn“ womöglich dasjenige ist, was man als „hate speech“ bezeichnet. Gegebenenfalls werde ich anschließend die angebrachten Schritte tun.

Selbstverständlich wird dann in alle Richtungen ermittelt. Vielleicht sind es ja nicht nur Freundinnen und Freunde von Rechtsradikalinnen und Rechtsradikalen, die Gefallen daran fänden, wenn ich in meinem Wagen verbrannt wäre …

PS: Inzwischen hat unser*e große*r Befürworter*in einer personenbereinigten Dresdner Politikwissenschaft seinen/ihren Kommentar gelöscht. Doch ein weiterer Screenshot – samt einem zustimmenden (!) Kommentar – findet sich allerdings im Thread meines letzten Beitrags. Honi soit qui mal y pense …

Screenshot vom 2. April, FB-Seite Werner J. Patzelt

Bild könnte enthalten: Text
2. Eine aufschlussreiche Stellungnahme zu einem eigenen Bild von „Gisela Björn“
Am gleichen Tag setzte der – faktisch männliche – Verfasser dieses Threads zur als Titelbild dieses Beitrags dienenden Fotographie, die ihn und einen Freund mit Pistolen zeigt, auch noch den folgenden Text:

„Sehr gut dass dieses Foto soweit oben in der Bildersuche auftaucht. Es drückt aus was wir alle denken.“

Meine Bemerkung auf einem Thread zum Bild: „Wie gut, dass es sich hier offenbar „bloß“ um zwei Rechtsextreme handelt, die somit nicht die Ideale der Linken verraten … Oder glaubt wirklich jemand, Linke wollten so posieren und derlei Bemerkungen machen? (Vorsicht: Ironie mit Tendenz zum Sarkasmus)“

Bildquellen dazu: https://www.facebook.com/WJPatzelt/photos/p.1912995528930584/1912995528930584/?type=3&theater, bzw. – in etwas besserer Qualität – http://https://www.google.de/search?q=gisela+bj%C3%B6rn&rlz=1C1NIKB_deDE570DE570&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwiS6q3U5ZLUAhXFzRQKHbXpArwQ_AUICigB&biw=1536&bih=711#imgrc=cjco0I3WLiH4EM:)

3. Mein Facebook-Beitrag vom 6. April 2017
„Gisela Björn“ hatte hier am vergangenen Sonntag einen auf „hate speech“ hinauslaufenden Kommentar zum Brandanschlag auf meinen Wagen geschrieben. Ich dokumentierte ihn am 2. April als Beispiel dafür, wie sehr sich Leute ins nicht nur Unhöfliche, sondern auch ganz Asoziale verrennen können, wenn sie zwar anpolitisiert sind, sich aber nicht um die tatsächlichen Positionen derer scheren, die sie zum Ziel von – vielleicht sogar gut gemeinten – Angriffen machen.

Der unter jenem Mädchenpseudonym hervorgetretene junge Dresdner Musiker hat sein Fehlverhalten erkannt. Er schrieb mir gestern auf dieser Seite die folgende Bitte um Verzeihung:

„Guten Tag Herr Patzelt, ich möchte mich gerne für meine Äußerung auf ihrer Seite entschuldigen. / 1. Habe ich nicht daran gedacht wie Sie sich fühlen, nachdem im echten Leben jemand einen Anschlag auf sie verübt und dann irgendein dahergelaufener ein niederträchtiges Kommentar schreibt. / 2. Sollte man niemandem den Tod wünschen, nichtmal seinem schlimmsten Feind, aber vorallem nicht jemandem den man garnicht kennt. / 3. Wenn ich ein Problem mit ihren Ansichten habe, sollte ich mich damit auseinander setzen und nicht einfach irgendwelche beleidigungen durch das Netz schicken. / In diesem Sinne, Es tut mir leid und ich hoffe Sie können mir meine Dummheit nachsehen. Mit freundlichen Grüßen, Ludwig“.

Es ist ehrenhaft, auf diese Weise von falschem Handeln abzulassen und ein in ganz unnötiger Weise gestörtes menschliches Verhältnis wieder in Ordnung zu bringen. Ich habe deshalb diese Entschuldigung angenommen und betrachte den Vorgang als erledigt. Im Übrigen gebe ich nicht die Hoffnung auf, dass auch andere Leute, die sich mir gegenüber verrannt haben, zur Einsicht kommen könnten und auf jeweils ihre Weise dem Beispiel von „Gisela Björn“ folgen wollten.

PS: Und selbst wenn die Zuschrift von „Gisela Björn“ weniger von Einsicht als vielmehr von Angst vor strafrechtlicher Verfolgung geprägt sein sollte, gibt sie doch den richtigen Weg an, den Verleumdungsverführte einschlagen sollten.