„Patzelt ist schuld!“ – Wirklich?

Vorsicht, Ironie: Ich höchstpersönlich bin – auch durch meine Interviews – daran schuld, „dass in Dresden und Sachsen seit Jahren rassistische Pogrome, faschistische Angriffe und eine ekelhafte konservative Politik passieren“. Das schrieben jedenfalls jene „militanten Antifas“, denen beim Kampf gegen Rassismus und Faschismus unlängst nichts Besseres einfiel, als wieder einmal ein Auto anzuzünden.

Nun schickte mir jemand eine Kopie meines Interviews vom 14. November 2014 mit der „Sächsischen Zeitung“ (dort S. 9; der Text findet sich bequem hier). Damals wuchs PEGIDA von ca. 1700 Demonstranten am Montag vor dem Interview auf ca. 3200 „Spaziergänger“ am Montag nach dem Interview. Meines Wissens war dieses Interview meine überhaupt erste öffentliche Stellungnahme zum ganzen PEGIDA-Komplex.

Es lohnt schon sehr, meine damaligen realen Aussagen mit jenen „alternativen Fakten“ zu vergleichen, auf welche unsere „antifaschistischen Freiheitskämpfer“ ihre Weltsicht gründen. Unschwer erkennt man dabei, dass meine damalige Einschätzung der Lage, ihrer Ursachen sowie der Risiken ihrer Entwicklung völlig zutreffend war.

Und ebenso unübersehbar ist im Nachhinein, dass eben ein Befolgen meiner damaligen Handlungsratschläge die Entstehung jener heutigen Lage hätte abwenden können, die nun so viele als höchst misslich, ja schlimm empfinden. Und insgesamt erkennt man, wie völlig abwegig und albern, verbohrt und vernagelt die oben zitierte „Antifa-Einschätzung“ ist.

Doch auf Einsicht wird man wohl weiterhin nicht hoffen dürfen. Wer will sich schon ein selbstgerechtes Weltbild durch die Zurkenntnisnahme von Wirklichkeit erschüttern lassen …